Unterwegs mit ohne Kamera in Alcalá de Guadaíra

Da der Fotoapparat leider verschwunden ist muss ich von dem kleinen Ort (70.000 Einwohner) wohl so erzählen…

Alcalá de Guidaíra ist eine kleine Stadt, die man von Sevilla aus bequem mit dem Bus erreichen kann. Der Weg führt durch Torreblanca, einen Bezirk von Sevilla in dem einige große Firmen angesiedelt sind. Trotz seines klingenden Namens ist der Weg deswegen ziemlich hässlich… Naja, was soll’s.

Der Bus fährt, außer am Sonntag, ins Zentrum des Ortes, nahe der Touristen-Information, deren Homepage und speziell die Rutas wirklich zu empfehlen sind. Vorsicht: Am Wochenende hat die Info nur vormittags geöffnet!

In Richtung de Flusses, der dem Ort seinen Namen gibt ist es wohl am schönsten: Es gibt im ansteigenden Gelände zu beiden Seiten des Flusses einige Wege, die man wunderbar entlangspazieren kann. Durch die Blätter malt das Sonnenlicht vor uns gescheckte Muster auf den Weg. Staub hängt in der Luft und das laute Zirpen der Grillen begleitet uns.

Früher war Alcalá (heute auch noch?) als “Ciudad de los Panaderos”, Brotbäckerstadt, bekannt. Davon zeugen noch heute die etlichen Mühlen, die auf dem Weg den Fluss entlang zu finden sind…

Die weiß gekalkten Wände des kleinen Häuschens am Ufer in dem der Müller und seine kleine Familie früher vielleicht einmal ihr Heim hatten funkeln geradezu im Sonnenlicht. Das Mühlhäuschen selbst ist ein Stück weit im Fluss gebaut und eine niedrige Mauer aus groben hellen Steinen, hier und da mit Beton geflickt, verengt ihn hier so, dass sich das Mühlrad stets drehen konnte. Jetzt im Sommer führt der Fluss aber so wenig Wasser, das die Mauer trocken ist und man bequem auf die andere Seite gelangen kann.

Dort hat sich der Müller im Schatten der Baume ein lauschiges Plätzchen angelegt: Eine Treppe aus gekalktem Stein führt zu einer Laube empor, die oberhalb des Flusses thront. Zu früherer Zeit waren die Balken, die den Platz überdachen wohl einmal mit Rankpflanzen bewachsen. Heutesucht sich nur noch eine letzte Pflanze den Weg über das Holz. Eine Ebene tiefer gibt es eine Terasse. Die Fliesen haben allerdings auch schon bessere Zeiten gesehen. Heute sind viele gesprungen und Tisch und Stühle gibt es natürlich auch nicht mehr. Die Laube oben läd mit einer Steinbank allerdings zum verweilen ein, wenn man sich nicht gerade in Taubendreck setzt. Die mögen den Platz wohl hauptsächlich wegen der vogel-bequemen Sitzbalken. Egal — Das Rauschen der Bäume und der Blick auf den Fluss kann man genießen…

Insgesamt gibt es wohl mindestens drei bis vier gut erhaltene Mühlen, die man auf dem Weg den Fluss entlang bewundern kann. Kaffeedurst treibt uns dann allerdings dazu den Rückweg anzutreten.

Auf einem Hügel innerhalb des Stadtbereichs ist ein altes Castillo errichtet. Cafés gibt es dort nicht, ein Aufstieg lohnt sich allerdings schon allein wegen des Blickes über Stadt und Umland.

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Peter Pan. Kann fliegen mit Feenstaub.

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Posted in Freizeit, Sevilla
One comment on “Unterwegs mit ohne Kamera in Alcalá de Guadaíra
  1. […] Busse der Region Sevilla sind bei Nahzielen günstiger! Sie fahren von Sevilla zum Beispiel nach Alcalá de Guadaíra, aber auch in anderen Gegenden von Andalusien gibt es die dunkelgrün-hellgrün-beigen Busse. […]

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