“Eine Eidechse, die sich in der Sonne ausstreckt”…

…so nannte einmal ein Spanische Autor (laut Reiseführer) Arcos de la Frontera. Durchaus treffend, wenn man Arcos mit seinen weißen Häusern auf dem Felsen liegen sieht.

Vielleicht kurz etwas zu unserem Reiseführer:

Für die Auswahl des dicken Reiseführers, den man sich bei einem so langen Aufenthalt in der Region schon zulegen sollte, haben wir uns im Buchladen beraten lassen. Die Fachfrau empfahl uns den Reiseführer vom Michael-Müller-Verlag, obwohl sie gestand, dass manch anderer Führer aus dieser Reihe nicht zu den Glanzstücken des Genres zähle. Bereut haben wir die Kaufentscheidung aber bisher nicht. Zwar sind für uns junge Leute die Hoteltips, die zu jedem Abschnitt gehören, nicht sonderlich interessant (wer will schon für 50€+ nächtigen?), aber ansonsten hält er viele Informationen in angenehmem Schreibstil bereit.

Neben den Abschnitten über die verschiedenen Gegenden und Orte sind im ersten Teil auch allgemeine Informationen, wie Feste, Essgewohnheiten und die Soziale Situation des Landstrichs beschrieben. Das meiste stimmt ziemlich gut mit der Wirklichkeit überein.

Vielleicht würden wir für unsere nächste Reise allerdings eher einen Lonely Planet oder einen anderen Führer wählen, der noch mehr auf die Bedürfnisse von jungen Leuten ausgelegt ist.

Für den Wiedereinstieg ein Foto:

Dorf an Felskante: Arcos de la Frontera 1024… wie der Eidechsenschwanz. In Arcos sind vor allem die schmalen Gassen und die weiß gekalkten Häuser zu bewundern.

Kurios: Überall fahren Autos, auch wenn die Gasse genau so breit wie das Fahrzeug zu sein scheint.

In der Touristen-Info gibt es zwar keine kostenlosen Stadtpläne, dafür aber eine Austellung über die Geschichte von Arcos und seiner Umgebung, von Arabern und Franzosen auf mehreren Etagen. Allerdings nur auf Spanisch. Ganz oben gibt es dort auch einen Lesesaal mit gemütlicher Terasse die zur Mittagspause einläd.

Ansonsten kann man aber auch im Ort an einem der (ausgeschilderten) Aussichtspunkte rasten, von denen man einen ungehinderten Blick über das hügelige Umland hat — ziemlich schön, wenn auch meist eher braun als grün.

Arcos Häuser wirken mehrheitlich sehr aufgeräumt und für die Touristen herausgeputzt (wahrscheinlich steht irgendwo im Gesetz, dass man sein Haus nur weiß streichen darf oder? Rot sähe doch auch cool aus…). Nur die historischen Gebäude, wie die beiden Kirchen der Altstadt und noch ein paar alte Fassaden sind in ihrem Urzustand belassen worden und sehen demnach etwas heruntergekommen aus. Nicht so schick, aber Absicht.

Der Abstieg auf der südlichen Seite des Ortes lohnt sich nicht nur zum Frühstücken (1,80 pro Nase nach spanischer Art). Von dort hat man den besten Blick hinauf. Die Kirchtürme, das Castillo und die historischen Gemäuer stechen von hier förmlich aus dem weißen Meer hervor.

Die Szene kann man kaum auf ein Bild bannen. Besonders, weil noch kurz zuvor der Kameraakku schlapp gemacht hatte. Ein Bild konnte man ihm offensichtlich noch entlocken. Hier ist es.

Postkartenmotiv: Arcos von Süden 1024

Und das bei der besten Morgenstimmung… Nett, oder?

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Peter Pan. Kann fliegen mit Feenstaub.

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Posted in Freizeit, Sevilla
2 comments on ““Eine Eidechse, die sich in der Sonne ausstreckt”…
  1. Adoa says:

    Absolut malerisch!

  2. […] ist ein ziemlich hübsches Plätzchen. Ähnlich wie Arcos de la Frontera besitzt das Städtchen in Südandalusien den südspanischen Charme der weißen Wände und […]

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