Plädoyer für freie Software

Software, darunter versteht man ja prinzipiell alles was in einem Computer ist, was man aber nicht anfassen kann. Das heimische Betriebsystem genauso wie die professionelle Waren- und Kunderverwaltung in der Firma oder der Mailserver der Telecom.

Mancher ist vielleicht dazu geneigt zu fragen wie denn Software frei sein kann, wenn sie doch immer in solchen Kisten eingesperrt ist?

In diesem Sprachgebrauch ist meist die Freiheit gemeint die Software zu verändern und zu verwenden wie man möchte (abhängig von der jeweiligen Lizenz kann das allerdings spezieller ausformuliert sein).

Wozu ist das gut? Naja dahinter steckt in nicht zu kleinen Teilen der Partizipationsgedanke, teilzunehmen statt passiv zu nutzen. Freie Programme werden öffentlich entwickelt — Jeder der möchte kann sich beteiligen indem er den Quellcode bearbeitet oder die aktuellen Versionen des Programms im Alltagsgebrauch testet. Zusätzlich kann jeder auf öffentlichen E-Mail-Listen Fragen stellen und Anregungen geben.

So kann die Basis der Menschen für die und von der eine Software entwickelt und aktiv getestet wird riesig sein. Bei Problemen und Fehlern im Programm führt der Weg zu den Sachverständigen nicht über Telefonwarteschleifen oder teure Supportverträge, sondern per Mail direkt an die Entwickler. Allerdings muss gesagt werden, dass durch den dynamisch-öffentlichen Charakter solcher Software-Projekte Fehler an der Tagesordnung sind. Der Ansatz ist eben ein anderer:

Während in den großen Softwarehäusern unter Ausschluss der Öffentlichkeit bis (mehr oder weniger) zur Marktreife programmiert wird, spielt sich die Entwicklungsarbeit direkt im Dialog mit den Anwendern ab. In regelmäßigen Abständen werden stabile Versionen veröffentlicht und neue Funktionen fließen in den folgenden Entwicklungs- und Testversionen ein.

Eine große Anzahl an kleinen, aber auch ausgewachsenen Software-Projekten werden in dieser Manier entwickelt: Ob es der beliebte Firefox-Browser, das Linux-Betriebsystem Ubuntu oder der Webserver Apache ist.

In unserer vernetzten Welt gehört dem Crowdsourcing-Gedanken bestimmt die Zukunft. Warten wir’s ab.

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Peter Pan. Kann fliegen mit Feenstaub.

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Posted in Gesellschaft, Technik
One comment on “Plädoyer für freie Software
  1. Adoa says:

    Für mehr freie Software!

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